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Der Übungsmarathon hat sich gelohnt

Die Halle ist voll besetzt, noch viel besser: Alle Konzertgäste stehen, applaudieren bes(ch)wingt, fordern etliche Zugaben heraus – und bekommen, was sie sich wünschen. Es ist das Ende eines mitreißenden Abends, bei dem Stimmen von Instrumenten ebenso wie die von Martina Mehrer brillieren, Lesungen und Moderationen auflockern, zum Zuhören auffordern. „Es hat Riesenspaß gemacht“, verrät Edith Weinheimer aus Heidelberg, die die unregelmäßig stattfindenden Konzertaktionen des Musikvereins Plankstadt, bevorzugt der Big Band, immer besucht. Sie summt noch immer Gershwins „Summertime“, einen Klassiker, den das Programm natürlich auch vorsah. Das tun viele, denen zwei Stunden Musikgenuss noch lange im Ohr klingen. Dieses Vergnügen teilen auch die Musiker, die Energie verströmen, unter Beweis stellen, was in ihnen steckt und das mit Spaß an der Spielfreude. Gespickt mit etlichen Soli erwecken sie Altbekanntes („Bei mir bist du schön“, Ella Fitzgerald, Ursprung etwa 1937/38), „September“ (Earth, Wind & Fire, 1978) im frischen Mix mit Modernem („Forget you/F**k you“, Bruno Mars, 2010) zum Leben. Allein der Countdown zum konzertanten Abend – aus der Raumpatrouille Orion, einer deutschen Science-Fiction Kultserie von 1966 – lässt schon ahnen, was kommt.

Flotte Garderobenwechsel

Teile sammeln mit „Pick up the Pieces“ müssen die Big Bandler da nicht, denn es geht nichts zu Bruch, ganz im Gegenteil – alles wird eins: die Instrumente mit den Musikern, dem Dirigenten Patrick Wewel und der Sopranistin Mehrer, die versiert jeden Song akzentuiert. Dazu überrascht sie mit flotten Garderobenwechseln und erscheint mal sommerlich geblümt oder elegant-lasziv ganz in Schwarz mit Federboa. Sie singt, swingt, kokettiert mit dem Schlagzeuger sowie bei der Zugabe mit dem Dirigenten und sitzt auf einem Barhocker, als würde sie in der netten Kneipe an der Ecke mal eben ein paar Freunden ein Liedchen darbieten. Klasse. Schau und Show, das muss man dem Gesamtarrangement lassen, harmonieren prima.

„Das ist an einem langen Abend mit zahlreichen Hörproben und mehr schon im vergangenen Dezember entstanden“, erzählt Patrick Wewel unserer Zeitung, dass lange geprobt wurde für das bestechende Ergebnis. Beigetragen zum Gelingen haben sicher die Worte von Horst Richter, der begrüßte, lobte und am Ende dankte, in erster Linie den Musikern, dem Dekorationsteam, der Co-Moderatorin, den Unterstützern und nicht zuletzt den Besuchern, die den Abend möglich gemacht hatten.

Claudia Verclas wählte manchmal Textpassagen aus den kommenden Liedern, manchmal setzte sie ein Gedicht, etwa ein sommerliches des Mannheimer Kabarettisten Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel vor „Summertime“, voran. Der Bär „Pi“ steht sinnbildlich für die Bedeutung der Freundschaft, die sich in „You’ve got a Friend in me“ (Randy Newman, Titelsong der „Toy Story“) zeigt.

Stücke zum Fingerschnippen

Diese Sprachpassagen verschaffen den Musikern Raum zum Luft holen und den Zuhörern Einblick in den Inhalt der Werke. Die Saxofone dominieren am Samstagabend die Soli, gefolgt von Trompetenlinien, die von Einzelinterpreten eingestreut werden. Perfekt klingen zudem die Instrumental-Stücke, die alle zum Fingerschnippen und Füßewippen animieren. Nach besagtem Stehapplaus legen die Protagonisten noch eins drauf: Sambarhythmen reißen die Stimmung noch einmal hoch, Mehrer umgarnt Dirigent Patrick Wewel und hinterlässt ihre Federboa um dessen Hals, während dieser unbeeindruckt weiter seine Musiker zur Höchstleistung führt. Die Big Band hat ihrem Namen alle Ehre gemacht und Freude auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen und -hören gemacht.

Einen kleinen visuellen Eindruck von „Swing and Sing“ finden Sie hier in unserer Galerie.

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 10.11.2014


„Swing and Sing“ – Mit Instrument und Frikadelle

Die Autos sind gepackt, die Anlage verstaut und die Stimmung ist bestens. So ging es für die BigBand des Musikvereins Plankstadt Freitagnachmittag Richtung Rot am See, um dort ein gemeinsames Probenwochenende durchzuführen. „Ich setzte viel auf dieses Wochenende. Hier werden wir sehr intensiv noch an einigen Stücken unseres Programm feilen können, Feinheiten herausarbeiten und dann am Ende ein sehr gutes Ergebnis für den Zuhörer bekommen“, sagt Dirigent Patrick Wewel.

In der Pension Seiffer bezog man dann gleich den Proberaum, die Anlage wurde aufgebaut und die Zimmer verteilt, um dann pünktlich am Abend nach dem Abendessen mit der ersten gemeinsamen Probe beginnen zu können. Bis zu der Zeit waren auch die letzten Nachzügler, die arbeitsbedingt erst später losfahren konnten, eingetroffen, so dass die Besetzung fast komplett war. Bei bester Stimmung begann man die Instrumentalstücke zu proben. Lediglich die Tatsache, dass Gitarrist Franz Klein keine Frikadelle vom Abendessen mehr bekam, trübte ein wenig seine Stimmung und hob die der Anderen – und für Franz hieß es scherzhaft „Frikadellenlos durch die Nacht“.

Nach einen heiteren Abend standen Samstags die Gesangsnummern im Vordergrund. Es wurde an jeder Nuance gefeilt, was von jedem ein hohes Maß an Konzentration erforderte. „Es ist anstrengend, aber nur so kommen wir zu einem super guten Konzert, was wir hier alle erreichen wollen“, hörte man von verschiedenen Musikern, die sich gegenseitig immer wieder motivierten. Nach einem langen Tag mit über 9 Stunden Satz- und Gesamtproben konnte man auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken und war bestens auf den Sonntag, an dem auch die Sängerin Martina Mehrer gemeinsam mit dem Schlagzeuger der BigBand, Maximilian Braxton, die Besetzung am Probenwochenende komplettierte, vorbereitet.

Nun wurde mit Martina Mehrer am Gesang besonders gearbeitet: „Patrick hat einige sehr schöne Titel herausgesucht. Ich kann Stücke wie „Summertime“ und „La Vie En Rose“ aus meinem Repertoire einbringen, gleichzeitig betrete ich mit der BigBand auch für mich musikalisches Neuland. „Take the ‚A‘-Train“ ist das beste Beispiel für den hohen Anspruch, die dieses Konzert an mich und natürlich auch an die Musiker und ihren Dirigenten stellt  Aber diese Truppe ist so gut eingespielt und vorbereitet, dass es für mich viel leichter ist mich in die Materie einzuarbeiten.“

Zum Abschluss des Wochenendes zog der Dirigent Bilanz und bedankte sich bei den Musikern für ihre enorme Leistung am vergangenen Wochenende. „Unsere Arbeit kann sich sehen und vor Allem hören lassen! Ich freue mich sehr auf ein tolles Konzert.“ resümierte er.

Das abwechslungsreiche Programm des Konzerts „Swing and Sing“  umfasst ein ganzes Spektrum aus der Swing-Ära. Es werden Titel wie Dean Martins „Blue Moon“ und der weltbekannte Swing-Klassiker „Bei mir bist du schön“ sowie auch moderne Stücke wie „September“ von der Gruppe Earth, Wind & Fire und der von Bruno Mars veröffentliche Hit „Forget you“ zu hören sein. „Für ziemlich jeden ist etwas dabei“, sagt Martina Mehrer, die das Programm selbst am Probenwochenende zum ersten Mal komplett zu hören bekam. „Das Konzert wird auch für mich ein Highlight und für viele Zuhörer bestimmt ein unvergesslicher Abend. Und ich bin überzeugt, dass im Anschluss jeder in Anlehnung an ein wunderschönes Lied von Michael Bublé freudig sagen wird: „I‘m feeling good.“

P. Wewel


Ein bisschen wie beim „Rat Pack“

Es ist heiß im Musikraum im ersten Stock der Humboldtschule. Alle packen ihre Instrumente aus, jeder richtet sich ein. Das Schlagzeug ist aufgebaut, das Klavier in Position gebracht. Gleich beginnt der Probeabend der Big Band des Musikvereins.

Optimaler Raum für die Proben

Kurz vor acht sind fast alle da. Vizedirigent Holger Geiß bringt noch schnell einen Kasten Bier nach nebenan. Eine Probe bei schwülen Temperaturen macht durstig. Holzsatz, Blechbläser und Percussionisten sitzen, die Notenständer stehen bereit. Es kann losgehen mit ,La vie en rose'“, sagt Wewel, der vor gut einem Jahr den Dirigentenstab übernommen hat. Doch die Band beginnt mit „Happy Birthday“. Nadine an der Klarinette hatte Geburtstag.

Bericht über Konzertvorbereitung Swing and Sing Schwetzinger ZeitungDer Dirigent erklärt noch einige Vorgaben, dann kommt der Klassiker von Edith Piaf wirklich. Sopranistin Martina Mehrer singt. Die gebürtige Hockenheimerin hat ein riesiges Repertoire aus Oper, Operette, Musical, Pop sowie weltlicher und geistlicher Lieder.

Besondere Stücke ausgewählt

Bei „Swing and Sing“ werden von ihr einige Titel zu hören sein. Etwa der Evergreen „Blue Moon“, das Stück „You’ve got a friend“ von Carole King oder „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin.

Wewel hat insgesamt 18 Lieder für „Swing and Sing“ ausgesucht. Viele besondere Stücke. Aus den 50er und 60er Jahren vom „Rat Pack“ um die Entertainer Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin. „In a sentimental mood“ von Duke Ellington ist dabei. Oder „Feeling good“, ein Song, der erst durch Michael Bublé so richtig bekannt geworden ist. Bereits gut ein Jahr „Planungsvorlauf“ habe er hinter sich, so Wewel.

Intensives Proben steht an

Jetzt heiße es, weiter intensiv zu üben mit dem Ensemble, dessen Musiker im Alter von 18 bis 84 Jahren sind. Urgestein Heinz Ochs am Klavier ist der Senior und immer noch mit Spaß bei der Sache. „Spaß muss es nämlich machen“, betont der im Rheinland geborene Wewel. Er habe wirklich anspruchsvolle Stücke ausgesucht, „daran kann die Big Band dann wachsen“.

Jeden Donnerstag zwischen 20 und 22 Uhr wird geübt. Wer noch dazu stoßen möchte, sei immer herzlich willkommen. Am zweiten Oktoberwochenende geht’s noch einmal zu einer intensiven Probe nach Rot am See im Hohenloher Land. Dann ist Feinschliff angesagt. Dort werde an einzelnen Passagen, an der Artikulation und am Ausdruck gefeilt. Wewel möchte nun „Summertime“ hören, „so schön wie beim letzten Mal“. Die Big Band legt los. Martina Mehrer stimmt mit ein.

„Halt, das machen wir nochmal, zwischendrin seid ihr mir nämlich abgehauen“, holt Wewel die Musiker wieder zurück. Das gehe noch viel besser. Schließlich wollten doch alle das Publikum beim Konzert am 8. November in Begeisterung versetzen.

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 27.09.2014

 


Der Konzert-Countdown läuft: Vorverkauf gestartet

Das diesjährige Konzert des Musikvereins Plankstadt steht unter dem Motto „Swing and Sing“ – der Name ist Programm: Special Guest Martina Mehrer wird zusammen mit der Bigband Plankstadt die Bühne rocken.

Programm_innen
Auf diese Songs dürfen Sie gespannt sein!

Erleben Sie ein ca. 2-stündiges Programm voller Swing-Musik und guter Laune. Die musikalische Leitung hat Dirigent Patrick Wewel, durch den Abend führen Claudia Verclas und Horst Richter.

Der Kartenvorverkauf läuft bereits: Karten erhalten Sie beim Vorstand (u. A. bei Horst Richter, Tel.: 06202 / 947750), in Plankstadt in der Bücherei und bei C-Fashion und bei allen aktiven Musikerinnen und Musikern.

Die Bigband Plankstadt freut sich, Sie am 8. November in der Mehrzweckhalle in Plankstadt zu begrüßen.


Ferienprogramm 2014: Der MVP wieder dabei

Es herrscht lautes Durcheinander im Keller des Gemeindezentrums. Dissonante Klänge verschiedener Blasinstrumente liegen in den Ohren. Eine Trompete erfüllt den Raum mit einem dumpfen Ton, der ein Vibrieren in der Bauchgegend auslöst. Plötzlich durchbricht der schrille Laut eines Saxofons das Empfinden, dicht gefolgt vom schneidenden Klang einer Posaune. Am Dienstagnachmittag konnten Kinderherzen höher schlagen. Der Musikverein veranstaltete im Rahmen des Kinderferienprogramms den Kurs „Trommelbau und Instrumentenkarussell“ für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Die Teilnehmer durften sich an den verschiedenen Blasinstrumenten austoben und eine selbst gebastelte Trommel als Andenken mit nach Hause nehmen.

Nach einem Kennenlernspiel am frühen Nachmittag wurden die 19 Kursteilnehmer in Bau und Funktion verschiedener Blasinstrumente eingeführt. Darunter fanden sich die Block- und Querflöte, die Klarinette, das Saxofon, die Trompete, die Posaune, das Euphonium und die Tuba. Melanie Bummel von der Leitung des Arbeitskreises Jugend lässt zum Einstieg ihre Lippen schwingen. Es dauert nicht lange, bis es ihr die Jungen und Mädchen gleich tun und zu einem Lippen vibrierenden Orchester ansetzen.

Wie der Ton in dem Instrument erzeugt wird, hänge davon ab, ob es sich um ein Blech- oder ein Holzblasinstrument handelt, erklärt Bummel. Blechblasinstrumente verstärken den Ton der schwingenden Lippen durch ihre besondere Form. „Der Ton wird allein durch die Stellung eurer Lippen und der Zunge hervorgebracht“, betont sie. Holzblasinstrumente erzeugen den Ton dagegen erst mit Hilfe des Blättchens, das zum Schwingen gebracht wird. Das Material habe auf diese Einteilung keinen Einfluss, bekräftigt die Expertin. Insbesondere Holzblasinstrumente werden heutzutage häufig aus Metall, Kunststoff oder einem Materialmix, wie es bei der Klarinette der Fall ist, hergestellt.

Klarinette sehr beliebt

Die Klarinette erfreute sich insbesondere bei den Mädchen großer Beliebtheit. Der sechsjährigen Mara sagt sie wegen ihrer geraden und eleganten Form besonders zu. „Außerdem bekommt man viel leichter einen Ton raus“, so die Sechsjährige. Für Andreas (14) vom Arbeitskreis Jugend, der eigentlich Querflöte spielt, war das Saxofon an diesem Nachmittag interessanter: „Ich wollte es einfach mal ausprobieren“. Auf einen erfolgreich erzeugten Ton sei er natürlich sehr stolz. Die Tonerzeugung habe je nach Blasinstrument unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. „Das kann schon eine Ewigkeit dauern, bis da mal ein Ton raus kommt“, weiß der Vorsitzende, Horst Richter, aus eigener Erfahrung mit seiner Tochter zu berichten.

Die Lautstärke im kleinen Proberaum wird mit zunehmendem Erfolgserlebnis der kleinen Hobbymusiker immer lauter – die Luft immer stickiger. „Wir werden bald einen neuen Proberaum in der Humboldt-Schule zur Verfügung haben“, kündigt Melanie Bummel an. Mit bereits 20 Teilnehmern der Jugendgruppe sei der aktuelle Raum einfach zu klein.
Wer am Dienstagnachmittag lieber mit den Händen arbeitete, konnte sich am Bau einer selbst hergestellten Trommel erfreuen. Dazu überzogen die Kinder weiß bepinselte Blumentöpfe zunächst mit mehreren Lagen buntem Pergamentpapiers und bestrichen sie mit reichlich Kleister. Nachdem sich die Jungen und Mädchen am Instrumentenkarussell ausgetobt hatten, ging es ans Bemalen der Trommeln.
„Das gefällt mir besonders gut, weil man dann ein Andenken mit nach Hause nehmen kann“, erklärt Jonas (9) seine Freude mit einem Strahlen auf dem Gesicht.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie „Ferienprogramm 2014“

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 22.08.2014


YOUNGstars in Concert: Hohes Niveau lässt keinen unbeeindruckt

Mit kräftigem Zugriff eröffnete das Jugendorchester Plankstadt (J.O.P.) unter der Leitung von Florian Alt sein erstes eigenständiges Konzert, dessen hohes Niveau niemanden im restlos gefüllten Saal des evangelischen Gemeindehauses unbeeindruckt ließ. Die einzelnen Register wurden in vielen Probestunden hervorragend vorbereitet, das Programm in konzentrierten Arbeitswochen erarbeitet. Das Ergebnis konnte sich mehr als hören lassen.

Der Vorsitzende des Musikvereins Horst Richter freute sich, neben den mitwirkenden Kindern und Jugendlichen auch deren Eltern, Geschwister und Bekannten zu begrüßen sowie die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch der Landtagsabgeordnete Manfred Kern (Grüne) und die beiden Ehrenmitglieder Heini Michl und Reinhold Gund.

Zu Beginn gab Richter einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung des Musikvereins, der urkundlich zum ersten Mal 1880 erwähnt wurde. Ab 1981 übernahm Reinhold Gund als Dirigent die Leitung und gründete die Jugendkapelle, die in der Folgezeit beachtliche Erfolge erzielte. Zum Ende des Jahrtausends übergab Gund das Dirigat an Michael Heid, jahrelang selbst aktiver Musiker und Jugendleiter. Dass der Verein so lange bestehen konnte, „verdanken wir den gut vorbereiteten Ausbilder, die viel Zeit und Arbeit investieren, das Kulturgut Musik in Plankstadt zu bewahren und zu pflegen“, sagte der Vorsitzende.

„Gut vorbereitete Ausbilder“

Er führte durch das Konzert, indem er informativ und gewitzt Einblicke gab in den Aufbau der einzelnen Blasinstrumente sowie in den Werdegang der Instrumentallehrer. Dass diese Profis sind mit langjähriger Erfahrung, wurde im Laufe des Nachmittags sichtbar. Auf den verschiedensten Blasinstrumenten bereiteten sie die künstlerischen Darbietungen mit höchstem Qualitätsanspruch den jeweiligen Altersanforderungen entsprechend auf.

Die „Minis“ und „Maxis“ der Flötengruppe sind von der Lehrerin Ruth Miedreich-Hornung gut auf das Konzert vorbereitet worden. Konzentriert stehen sie hinter ihren Notenständern und beeindrucken die Zuhörer mit bekannten Stücken wie „Kuckuck“, „Hänsel und Gretel“ oder „Alle Vögel sind schon da“. Den Farbenreichtum der Querflöte stellte das Trio des Komponisten Alexander Tcherepnin unter Beweis. Gespielt wurde es von Nicole und Andreas Franke gemeinsam mit Felix Kolb unter der Leitung von Isabel Gonzales.

Eine bemerkenswerte Reife und Eigenständigkeit zeigten Pauline Richter, Helene Merkle und Alexa Beidinger, die unter der Leitung Reinhold Gunds Mozarts kleine Nachtmusik und Haydns Menuett spielten. Jedoch nicht nur die Holzblasinstrumente wie Querflöten, Klarinetten oder Saxophone kamen zum Einsatz, sondern auch Trompeten. In John Williams „Star Wars Main Theme“ unter der Leitung von Mathias Wehner zeigten Melanie Bummel und Leander Kasper, wie schön dieses Blechinstrument klingen kann. Auch die Posaune, Tuba und das Euphonium beeindruckten in Stücken, die Sebastian Witzel mit seinen Schülern einstudiert hat.

Ausgezeichneter Motivator

Im zweiten Teil trat das Jugendorchester auf mit Werken, die nicht einfach zu bewältigenden waren, aber mit viel Enthusiasmus und Kommunikationsfreudigkeit zur Aufführung kamen. Der Dirigent Florian Alt ist ein ausgezeichneter Motivator; er dirigiert mit gestischer Deutlichkeit, holt aus dem Orchester eine starke Expressivität heraus und versteht es, die zauberhaften Stimmungen besonders der Disney-Filmmusik wie „König der Löwen“ oder „Alladin“ aufs Schönste zu realisieren. Erstaunlich auch, wie präzise und kraftvoll die dynamischen Ausbrüche in den ABBA-Songs erklangen – Blech und Holz sind ausgezeichnet disponiert – und mit welcher Spannung die Hitmelodien wie „I have a Dream“ und „Thank you for the Music“ aufgebaut wurden. Eine eindrückliche Leistung, die das Publikum mit begeistertem Applaus honorierte.

Am Ende gab es nicht nur eine Zugabe, sondern auch viele Dankesworte und Präsente an alle, die zum Gelingen dieses beeindruckenden Konzerts der Nachwuchsmusiker beigetragen haben.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie „YOUNGstars in CONCERT“

© Maria Herlo, Schwetzinger Zeitung, Freitag, 25.07.2014


J.O.P. – Erfolgreiches Probenwochenende in Hochspeyer absolviert!

Das vergangene Wochenende stand für das J.O.P. – das Jugendorchester Plankstadt – ganz im Zeichen intensiven Probens, denn für das Jugendkonzert „YOUNGstars in CONCERT“ am 20. Juli in Plankstadt hatten die Verantwortlichen des Musikvereins das erste Jugend-Probenwochenende der jüngeren Vereinsgeschichte organisiert.

Mit rund 20 Beteiligen ging es im Autokorso am Freitagnachmittag in die Jugendherberge Hochspeyer. Nachdem die Zimmer verteilt und die Betten bezogen waren, startete nach einem leckeren Abendessen auch direkt die erste Probeneinheit: 2 Stunden lang wurde das Repertoire für das anstehende Konzert geprobt, einzelne kritische Stellen intensiv geübt.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir schon so weit sind“, so das positive Resümee des Dirigenten Florian Alt nach der ersten Probe, „die Kids sind wirklich klasse! Es macht total viel Spaß, gemeinsam die Stücke zu erarbeiten und mitzuerleben, wie gut sie schon klingen.“

JOP_02Für das Freizeitprogramm am Freitagabend hatten sich die beiden Jugendleiterinnen Melanie Bummel und Katrin Wagner etwas Besonderes einfallen lassen: kurzerhand wurde der Proberaum in einen Kinosaal verwandelt, wurden alkoholfreie Cocktails serviert. Mit dem Film „Mamma Mia“ kam schnell gute Laune auf, die auch durch einen Feuer(fehl)alarm kaum geschmälert werden konnte.

Nach der 1. (für den ein oder die andere zu kurzen) Nacht ging es Samstagvormittag gleich musikalisch weiter. Die 2. Gesamtprobe stand auf dem Programm, wieder wurde am buntgemischten Repertoire, das von Pink über Lady Gaga und Abba bis zu sinfonischer Blasmusik alles bietet, gearbeitet. Nach dem Mittagessen wurde das Orchester geteilt und es gab Satzproben. Während Jugenddirigent Florian Alt sich um das Holz (Flöten, Klarinetten, Saxophone) kümmerte, nahm sich der Dirigent der MVP-Bigband – Patrick Wewel – dem Blech (Trompeten, Posaunen, Euphonium und Tuba) an. Nach dem Abendessen wurde noch einmal 2 Stunden zusammen geprobt, mittlerweile waren erste Ermüdungserscheinungen bei allen sicht- und hörbar. Verständlich nach insgesamt 6 Stunden konzentrierten Musizierens! Am Abend hatte König Fußball die gesamte Jugendherberge fest im Griff: mit viel Interesse verfolgten die Mitglieder des J.O.P. die Eroberung der WM-Bronze-Medaille durch die Niederlande im „kleinen Finale“.

Der Sonntagmorgen startete mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Anschluss daran fand die letzte Gesamtprobe des Probenwochenendes statt: noch einmal spielte das J.O.P. alle Titel des Konzerts. Der Dirigent zeigte sich sichtlich zufrieden: „Ich freue mich riesig auf das Konzert am nächsten Sonntag! Wenn wir so spielen, wie dieses Wochenende, wird es richtig gut!“

Nach dem Mittagessen machten sich alle Mitglieder und Betreuer bei strömendem, teils sintflutartigem Regen wieder auf den Heimweg nach Plankstadt.

 


Musikfest 2014 – Dunkle Wolken einfach weggeblasen

Nein, Horst Richter, der Vorsitzende des Musikvereins, ist in keiner Weise unzufrieden – das Sommerfest seines Vereins in der Gänsweid war ein voller Erfolg, der Besuch war, „für das Wetter, sehr gut“ und die Stimmung sowieso.

Zelt hat sich bewährt

Mit ein Grund für die ungetrübte Stimmung war, da ist sich der Vorsitzende sicher, das neue Zelt des Vereins, das noch am Vorabend des Festes mit vereinten Kräften, wobei sich besonders die Jugend mächtig ins Zeug legte, aufgebaut wurde und das in den nächsten beiden Festtagen einen perfekten Wetterschutz bieten sollte.

Dermaßen gegen die Witterung geschützt, wobei sich am Samstag ein Gewitter austobte, es am Sonntag hingegen schon wieder freundlicher war und sich im Laufe des Nachmittags sogar die Sonne blicken ließ, ließ es sich auf dem Gelände rund um die Grillhütte trefflich aushalten. Bei leckeren Speisen und kühlen Getränken herrschte beste Stimmung an den gut besuchten Tischen und Bänken.

Im Mittelpunkt des Festes stand, wie könnte es anders sein, die Musik. Drei Musikzüge aus der Region, die Musikvereine aus Wiesenbach, Neulußheim und Oftersheim sorgten für beste Stimmung und rissen die Zuhörer mit ihrem Spiel immer wieder zu Beifall hin. Und natürlich wurde der Auftritt der „Hausherren“ besonders gefeiert, sowohl die Big Band des Musikvereins als auch das Jugendorchester überzeugten mit ihrem Auftritt.

Für Richter eine besondere Freude, betritt das Jugendorchester doch damit beste Werbung in eigener Sache, denn Ende des Monats wird es sich erstmals mit einem eigenen Konzert der Bevölkerung präsentieren. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Auftritt des Jugendorchesters am Sonntag, 20. Juli, 15 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus auf Hochtouren – die Besucher dürfen sich schon jetzt, wie in der Gänsweid zu hören war, auf einen unterhaltsamen Nachmittag freuen.

Werbung in eigener Sache

Die Big Band, die gleichermaßen gefallen durfte, hat in diesem Jahr gleichfalls noch ein Highlight vor sich, will die Bevölkerung Anfang November mit einem Konzert begeistern. Dafür war das Sommerfest des Musikvereins eine glänzende Visitenkarte, mit Schwung und glänzendem Spiel betrieben die Musiker perfekte Werbung in eigener Sache.

Wer am Wochenende keine Gelegenheit hatte, sich vom Können der Musiker einen Eindruck zu verschaffen, der hat in den nächsten Wochen und Monaten noch des Öfteren die Gelegenheit dazu, Vorsitzender Horst Richter will die von ihm im letzten Jahr initiierte Reihe der öffentlichen Proben fortsetzen und damit den Musikverein wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

Ein Unterfangen, für das auch das Sommerfest ein gelungener Anlass war. Angesichts der positiven Resonanz, auf die der Verein mit seinem Fest bei der Bevölkerung stieß, scheint er mehr als nur auf dem rechten Weg. Die vielen Besucher, unter ihnen zahlreiche Gemeinderäte und Bürgermeister Jürgen Schmitt, war auf jeden Fall von ihrem Verein begeistert und werden ihm sicherlich auch weiterhin die Treue halten. Und dies nicht nur beim Sommerfest.

Und wer weiß, vielleicht hat ja auch der eine oder andere junge Besucher Spaß am Spiel in einem Orchester gefunden, immerhin sorgten sich die Mitglieder des Jugendorchesters intensiv um ihre Gäste. Ein Popcornstand und ein kleines Unterhaltungsprogramm sorgten mit dafür, dass bei den Kindern keine Langeweile aufkam, derweil sich die Erwachsenen im Gespräch an den Tischen erfreuten und freudig der schwungvollen Blasmusik lauschten.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie „Musikfest 2014“.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 03.07.2014


Kooperation Musikverein Plankstadt – Pfitzenmeier Wellness & Fitness Parks

Pünktlich zum Frühling bietet der Musikverein Plankstadt allen Mitgliedern ein besonderes Highlight: ab Ende März 2013 gelten für alle aktiven und passiven Mitglieder vergünstigte Beitragssätze im Wellness & Fitness Park Pfitzenmeier.

So zahlen Schüler, Auszubildende und Studenten lediglich einen Wochenbeitrag von € 10,90 anstelle € 15,90.
Erwachsene zahlen bei einem 12-Monats-Abo anstelle € 19,90 nur € 15,90.
Die Anmeldegebühr verringert sich von € 49,95 auf € 9,95.
Voraussetzung ist die Mitgliedschaft im Musikverein Plankstadt e.V., Passiv oder Aktiv.

So rechnet sich auch für Noch-Nicht-Mitglieder beider Einrichtungen sowohl ein Neueinstieg beim Musikverein Plankstadt (Beitragssatz € 24,- jährlich, Jugendliche € 18,-) als auch anschließend beim Fitnesspark Pfitzenmeier. Mit dieser Mitgliedschaft können alle Pfitzenmeier-Parks, auch die Wohlfühl-Resorts Schwetzingen und Bensheim, besucht werden.

Der Vorstand möchte mit dieser Maßnahme die Attraktivität des Musikvereins steigern, aber auch die Gesundheitsförderung innerhalb des Vereins stärken. Das hohe Niveau des Trainerteams der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier und die sehr gute Qualität der Ausstattung sollen die Mitglieder des Musikvereins bei Ihrem Freizeitvergnügen „Fitness“ unterstützen.

Weitere Infos erhalten Sie bei Horst Richter, 1. Vorsitzender des Musikvereins Plankstadt, unter 06202/947750 (ab 17:00 Uhr).
Weitere Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung und Erhaltung sind geplant.

Wir möchten bei dieser Gelegenheit weiterhin auf das bevorstehende Konzert der Big Band hinweisen.
Dieses findet am 04. Mai 2013 in der Mehrzweckhalle Plankstadt statt. Unser Dirigent Michael Heid hat ein attraktives Musikprogramm zusammengestellt. Nähere Informationen hierzu erscheinen demnächst.
Der Musikverein Plankstadt würde sich freuen wenn sowohl die Aktion „Pfitzenmeier“ als auch das Konzert der Big Band eine große Resonanz finden würde.

Weitere, detaillierte Informationen zum Umfang des Pfitzenmeier-Leistungspakets finden Sie HIER (PDF – 3,6 MB).